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weltumarmenDie Welt umarmen: Theologische Grundlagen
gesellschaftsrelevanten Gemeindebaus

Johannes Reimer

Viele christliche Gemeinden und Kirchen unserer Tage haben den Grund für ihre Existenz in dieser Welt vergessen - so lautet die Begründung von Johannes Reimer für sein Buch. Reimer ist davon überzeugt, dass eine christliche Gemeinde nur dann Existenzberechtigung besitzt, wenn sie die Gesellschaft um sich herum, auf Jesus Christus hin zu transformieren.

Um seiner These Gewicht zu verleihen nutzt er darum auch den ersten Teil seines Buches dazu, eben diese Sinn- und Zweckbestimmung von Gemeinde als Leib Jesu zu untermauern. Leider ist dieser Teil meiner Meinung nach ein wenig unglücklich geraten. Auch wenn Reimer immer wieder gute Argumente für den den Ruf zu einem gesellschaftrelevanten Gemeindebau anführt, so wird man andererseitz das Gefühl nicht los, dass dieser Teil eher eine Alibifunktion inne hat und keine echte Beweisführung seiner These dastellt. Gerade den biblischen Befund interpretiert Reimer sehr einseitig, mit dem einzigen Zweck, zu seinem gewünschten Ergebnis zu gelangen.

Ausergewöhnlich wird das Buch erst im zweiten Teil, wo Reimer sehr ausführlich und spannend erklärt, wie eine Gemeinde zu einer gesellschaftrelvanten Gemeinschaft werden kann. Auch wenn Reimers Beweisführung für den gesellschaftsrelevanten Gemeinden nicht immer nur Überzeugend wirken, so besteht meiner Meinung doch kein Zweifel daran, dass die Aufgabe einer jeden christlichen Gemeinde und Kirche darin besteht, gesellschaftlich Relevant die Botschaft der Bibel in ihre konkrete Umgebung hinein zu vermitteln.

Und Reimer gibt tatsächlich konkrete, praktische und logische Anweisungen dafür, wie eine Gemeinde oder Kirche wieder ganz neu gesellschaftliche Relevanz an ihrem Standort gewinnen kann. Somit ist Reimers Werk für mich fast weniger eine "Theologie" als eine "Handbuch" zum gesellschaftliche Gemeindebau. Als solches ist es aber ausgesprochen Empfehlenswert!

Gottes zerrissenes Herz

Aktuell lese ich das Buch des Propheten Jeremia. Und dort zeigt sich mir ein Bild von Gott, dass mich erschüttert hat. In kaum einem anderen Buch der Bibel öffnet Gott sein Herz so deutlich. An kaum einer anderen Stelle wird die Verletzlichkeit Gottes so klar beschrieben, wie in folgenden Worten.

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