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Jeremia 12,1

Und noch ein drittes Mal will ich heute Abend einen Bibelblog einstellen – diesmal allerdings mit einer mehr erbaulichen Botschaft  :-)

Jeremia lehrt uns nämlich, wie man seine Fragen und seinen Ärger über Gottes Handeln auf eine richtige Art und Weise Luft machen kann.

Anders als Hiob, der von Gott ja bekanntlich harsch zurechtgewiesen wurde, sich nicht zu viel Einzubilden in seiner Gotteskritik (Hi 38,1-3f), zeigt uns der Prophet Jeremia, wie man Gott durchaus hinterfragen kann, ohne ihn dabei zu beleidigen. Jeremia beginnt seine Fragen bzw. seine Kritik an Gottes Handeln nämlich folgendermaßen:

„Oh Herr, du bleibst im Recht, wenn ich mit dir rechte; dennoch will ich über deine Rechtsentscheide mit dir reden…“ (Jer 12,1).

Gott hat nichts dagegen, wenn wir mit unseren Fragen, unseren Vorschlägen und auch mit unserer Kritik zu ihm kommen. ABER … Gott hat ein riesen Problem damit, wenn wir uns als Menschen einbilden, es schlussendlich besser zu wissen und zu können als er. Wir sollten von Jeremia in diesem Punkt lernen: Gott hat immer Recht … aber er erlaubt uns dennoch, mit ihm über seine Entscheidungen zu reden!