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Offenes Herz für die Möglichkeiten von Jesus (Mk8,10-21)

Was traue ich Jesus zu? Wann bin ich an dem Punkt, an dem ich Jesus einfach in allem vertraue, ohne mir Sorgen zu machen? Das sind die Fragen, die durch den folgenden Bibeltext aufgeworfen werden.

Und sogleich stieg er mit seinen Jüngern in das Schiff und kam in die Gegend von Dalmanutha. Und die Pharisäer gingen hinaus und fingen an, mit ihm zu streiten, indem sie von ihm ein Zeichen vom Himmel forderten, um ihn zu versuchen. Und er seufzte in seinem Geist und sprach: Warum fordert dieses Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch: Es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben werden! Und er ließ sie [stehen], stieg wieder in das Schiff und fuhr ans jenseitige Ufer. Mk8,10-13

Wenn man bedenkt, was für unglaubliche Zeichen Jesus unmittelbar zuvor getan hatte, wirkt die Forderung der Pharisäer doppelt beleidigend. Zig tausend Menschen waren in den Tagen und Wochen zuvor übernatürlich befreit, geheilt und satt geworden. Es ist unmöglich, dass die Pharisäer nichts davon mitbekommen hatten. Und trotzdem wollen sie noch mehr Beweise dafür, dass Jesus von Gott gekommen war. Kein Wunder, dass Jesus nicht auf diese Forderung einging und einfach mit seinen Jünger fortfuhr. Richtig interessant für uns als Leser wird es aber erst jetzt:

Und sie hatten vergessen, Brote mitzunehmen, und hatten nur ein Brot bei sich im Schiff. Da gebot er ihnen und sprach: Seht euch vor, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und vor dem Sauerteig des Herodes! Und sie besprachen sich untereinander und sagten: Weil wir kein Brot haben! Und als es Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Was macht ihr euch Gedanken darüber, dass ihr kein Brot habt? Versteht ihr noch nicht und begreift ihr noch nicht? Habt ihr noch euer verhärtetes Herz? Habt Augen und seht nicht, Ohren und hört nicht? Und denkt ihr nicht daran, als ich die fünf Brote brach für die Fünftausend, wie viel Körbe voll Brocken ihr aufgehoben habt? Sie sprachen zu ihm: Zwölf! Als ich aber die sieben für die Viertausend [brach], wie viel Körbe voll Brocken habt ihr aufgehoben? Sie sprachen: Sieben! Und er sprach zu ihnen: Warum seid ihr denn so unverständig? Mk8,14-21

Im Boot probierte Jesus, mit seinen Jüngern über das zuvor Geschehene zu sprechen. Er warnte sie davor, denselben Fehler wie die Pharisäer zu begehen. Was genau meinte er mit dem Sauerteig der Pharisäer? Aus dem Missverständnis der Jünger und der Reaktion von Jesus wird die Antwort klar:

Die Jünger dachten, dass Jesus mit dem Wort Sauerteig auf die Brote anspielen würde, die sie vergessen hatten. Doch Jesus ging es nicht um irgendwelche Brote. Mit Sauerteig meinte er eine Herzenshaltung. Die Pharisäer, hatten viele Zeichen und Wunder gesehen. Aber sie WOLLTEN nicht glauben, dass Jesus der auserwählte Retter war. Sie hatten verhärtete Herzen! Sie waren nicht offen für das Wirken von Jesus. Im Boot stellt Jesu seinen Jüngern genau dieselbe Frage: Habt auch ihr noch eure verhärteten Herzen? Er stellt diese Frage, weil die Jünger sich um fehlendes Brot Sorgen machten, obwohl sie einen Tag zuvor erlebt hatten, dass Jesus Brot ohne Problem vermehren kann. Die Jünger KONNTEN zu diesem Zeitpunkt noch nicht glauben, dass Jesus alle Möglichkeiten hatte.

Die Frage ist: Wie offen sind wir für die Möglichkeiten von Jesus? Haben wir ein offenes oder ein verhärtetes Herz für die Kraft, die in Jesus Christus liegt? Es geht hierbei nicht um die Frage nach dem ewigen Leben? Es geht hierbei um die Frage, was ich Jesus im Alltag zutraue. Haben wir schon verstanden, dass Jesus nichts unmöglich ist?

Der Sauerteig der Pharisäer ist eine Herzenshaltung des Zweifelns! Mache Menschen sind voll von diesem Sauerteig und wollen gar nicht an Jesus glauben. Andere glauben, was Jesus getan und gesagt hat. Aber sie haben Zweifel daran, dass er dasselbe in ihrem Leben tun könnte. Egal, wieviel Sauerteig in uns vorhanden ist; Sauerteig hat die Tendenz, sich auszubreiten. Schon ein wenig Sauerteig reicht aus, um einen ganzen Teig zu durchsäuern. Wir sollten zu Christen werden, die gelernt haben, Jesus in allen Belangen des Leben zu vertrauen. Wir sollten zu Christen werden, die in aller Tiefe glauben, dass Jesus nichts unmöglich ist – Marlon Heins.