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Wunder erleben mit eigenen Händen (Mk8,1-9)

Jesus hat seine Wunder nicht nur selbst getan. Je länger seine Jünger mit ihm unterwegs waren, desto mehr hat er sie mit ins Übernatürliche einbezogen. Die folgende Geschichte zeigt diese Tatsache auf.

In jenen Tagen, als eine sehr große Volksmenge zugegen war und sie nichts zu essen hatten, rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Ich bin voll Mitleid mit der Menge, denn sie verharren nun schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen … Und seine Jünger antworteten ihm: Woher könnte jemand diese hier in der Einöde mit Brot sättigen? Und er fragte sie: Wie viele Brote habt ihr? Sie aber sprachen: Sieben. ­­Da befahl er der Menge, sich auf die Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, damit sie sie austeilten. Und sie teilten sie dem Volk aus … Sie aber aßen und wurden satt. Und sie hoben noch sieben Körbe voll übrig gebliebener Brocken auf. Es waren aber etwa 4 000, die gegessen hatten; und er entließ sie. Mk8,1-9

Dies ist das zweimal, dass Jesus ein Wunder getan hat, bei dem Essen vermehrt wurde. In Mk6,34-44 waren es 5000 Männer plus Frauen und Kinder, die satt geworden waren. In unserem Text von heute waren es nur unwesentlich weniger Personen. Das Vorgehen von Jesus war bei beiden Anlässen dasselbe: Er fragte die Jünger, wie viel Essen vorhanden war. Dann dankte er für das Wenige und gab es seinen Jüngern. Das Wunder geschah, während die Jünger das Essen austeilten. Sowohl in Mk6,41 wie auch in 8,6 wird klar: Das Essen vermehrte sich nicht in den Händen von Jesus, sondern in den Händen seiner Jünger. Ich möchte heute erleben, was die Jünger damals erlebt haben. Ich möchte nicht nur aus erster Hand Wunder erleben. Ich möchte mit eigenen Händen erleben, dass Jesus durch mich wirkt. Was ist notwendig dazu?

Ich persönlich glaube, dass gar nicht so viel notwendig ist! Alles, was die Jünger getan haben, war, mit Jesus unterwegs zu sein und abzuwarten, was er ihnen auftrug. Nachdem sie dann wussten, was Jesus wollte, haben sie es einfach getan. Es ist spannend zu überlegen, wie Petrus, Johannes und Co. sich gefühlt haben müssen. Mit einem ministückchen Fisch und einem winzigen Brot in der Hand zogen sie los. Und in dem Moment, wo sie anfingen, auszuteilen, begann das Wunder der Vermehrung. Ich glaube: Wenn wir einfach tun, was Jesus von uns möchte, wird er anfangen, seine Wunder durch unsere Hände zu wirken – Marlon Heins.