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Dinge annehmen, wie Gott es lenkt (Hi. 42)

Hallo liebe Leser meines bibelBLOG. Heute habe ich in meiner bibelZEIT das Buch Hiob abgeschlossen.  Und tatsächlich bin ich für mich zu einer Antwort gekommen, wieso dieses schwierige Buch eigentlich in der Bibel steht.

Ich glaube, dass wir durch die Lebensgeschichte von Hiob lernen sollen, das Leben so anzunehmen, wie es kommt! Während vieler Kapitel haben Hiob und seine drei Freunde versucht, mit ihrem persönlichen Hintergrund die tragischen Ereignisse im Leben von Hiob zu verstehen und zu erklären. Erst Elihu, der Jüngste im Kreis der Besucher verstand es, die richtigen Worte in Bezug auf Hiobs Lebensleiden  zu finden: Gott kann machen, was er will. Er ist der Einzig der die Dinge auf dieser Erde überblickt. Und wir Menschen tun gut daran, uns in Geduld und Vertrauen zu üben, vor allem dann, wenn es in unserem Leben nicht so läuft, wie wir uns das wünschen. Aus meiner Sicht könnte man die Quintessenz aus dem Buch Hiob also folgendermaßen formuliert:

Das Buch Hiob möchte uns lehren, das Leben so zu nehmen, wie Gott es lenkt. Im Gegenzug sollen wir damit aufhören, das Leben so zu biegen, wie wir es uns wünschen!

Ich gehe davon, dass etliche nun fragen werden: Sollen wir denn gar nicht unternehmen, unsere persönliche Lebenssituation zu verändern bzw. zu verbessern? Es ist tatsächlich Gottes Wille, dass wir die Hände in den Schoss legen und abwarten, bis die Veränderung automatisch von ihm herbeigeführt wird? Nun, ganz so krass würde ich es für mich persönlich in der Tat auch nicht ausdrücken. Denn ich denke durchaus, dass wir bis zu einem gewissen Grad versuchen sollten, Situationen in unserem Leben zu verstehen und zu verändern. Was mir aber neu wichtig wurde ist die Erkenntnis, dass ich schlussendlich nichts tun kann, was Gott nicht zulässt. Und desto klarer ich diese Tatsache vor Augen haben, desto weniger bin ich enttäuscht, wenn die von mir angestrebte Veränderung so eintritt, wie ich es mir gewünscht habe.

Ja, wir dürfen Veränderung im Leben anstreben. Aber wir sollten jede Bemühung im Bewusstsein tun, dass Gott jederzeit sein Veto einlegen könnte. Schlussendlich geht es nämlich doch darum, die Dinge im Leben annehmen zu lernen, wie Gott es lenkt!

Alles Liebe, euer Marlon Heins