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Folgen der Gnade (Tit. 2,11-14)

Heute habe ich in meiner bibelZEIT eine tolle Zusammen- fassungen von dem gelesen, was alles mit Weihnachten begonnen.

Jeder, der kurze, knackige und gut formulierte Textpassagen mag kommt hier auf seine Kosten.

Im Brief an seinen Schüler Titus hat Paulus diese wunderbaren Sätze formuliert: "Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen. Sie erzieht uns, damit wir die Gottlosigkeit und die weltliche Begierde verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit, während wir die glückselige Hoffnung erwarten, die Erscheinung der Herrlichkeit des grossen Gottes und Retters Jesus Christus. Er hat sich selbst für uns hingegeben, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, dass eifrig ist, gute Werke zu tun" (Tit. 2,11-14).

In absolut komprimierter Form fasst Paulus hier das Weihnachtsgeschehen und dessen Bedeutung für uns, die wir an Jesus als Sohn Gottes glauben, zusammen. Besonders schön finde ich, wie Paulus mit Gegensätzen die Spannung des Glaubenslebens auf den Punkt zu bringen. Gnade und Erziehung - Selbstverleugnung und wirkliches Leben. Erwartung und Erscheinung. Erlösung und Einsatz.

Weihnachten wurde Jesus geboren als Verkörperung der "Gnade Gottes" - eine wunderbarer Bezeichnung für den Sohn Gottes. Aber Jesus predigte nicht nur die Gnade Gottes. Er sprach auch von der Verantwortung des Menschen, die daraus resultieren sollte. Die Gnade der Erlösung durch Jesus ist ein bedingungsloses Geschenk. Jeder Mensch kann dieses Geschenk annehmen. Doch dann sollte es weiter gehen. Gott wünscht sich von jedem seiner Kinder, dass es Verantwortung für sein Leben übernimmt und versucht, besonnen, gerecht und gottesfürchtig zu leben.

Die eine Motivation für diese gottgewollte Lebensführung liegt darin, dass Christen jederzeit mit der Wiederkunft ihres Herrn Jesus rechnen können. Die andere Motivation liegt darin, dass die Bibel sehr genau beschreibt, was Jesus sich von seinen Nachfolgern wünscht. Die Erlösung eines Menschen geht nämlich Hand in Hand mit dem Auftrag, eifrig gute Werke zu tun. Ich glaube, von der Bibel her, dass nicht jeder Gläubige zu denselben "guten Werken" berufen ist. Aber als Christen sollte uns bewusst sein, dass es Werke gibt, die Gott für uns vorbereitet hat (Eph. 2,10). Mit anderen Worten: Was mit Weihnachten begann sollte seine Fortsetzung finden in meinem Leben.

Alles Liebe, euer Marlon Heins