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Vom Kind zum König (Lk. 21,25-27)

Lieber Leser meines bibelBLOG. Der Text von heute zeigt das Jesuskind von Weihnachten erneut als zukünftigen Königssohn. Angesichts der vielen Beischreibungen in der Bibel über die Zeit, wie Jesus dereinst in Herrlichkeit wiederkommen wird, ist es für mich nicht logisch, dass die meisten Menschen beim Gedanken an Jesus nur das Baby in der Krippe vor Augen haben.

Der Evangelist Lukas beschreibt das zukünftige Erschein von Jesus so: „Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Monde und Sternen, und auf Erden Angst der Heidenvölker vor Ratlosigkeit bei dem Tosen des Meeres und der Wogen, da die Menschen in Ohnmacht sinken werden vor Furcht und Erwartung dessen, was über den Erdkreis kommen soll; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit“ (Lk. 21,25-27).

Zurzeit wird an vielen Orten die Weihnachtsgeschichte illustriert und vorgetragen. Und das, was in dieser Geschichte dominiert ist ein Baby, dass von niemandem wirklich wahr genommen wird. Vor allem nicht von seinem eigenen Volk. Kaum jemand bekommt seine Geburt mit. Nur die himmlische Welt nimmt Kenntnis davon. Untrennbar mit der Weihnachtsgeschichte verbunden ist die Botschaft des Friedens zwischen Gott und Menschheit: Denn das ist es, was die Engel den Hirten verkündet haben. Und tatsächlich ist Weihnachten von seiner Bedeutung her ein Fest der Ruhe, der Freude und des Friedens.

Doch wer mit Jesus Christus nur diese Botschaft der Versöhnung verbindet, der greift zu kurz! Denn obwohl es die Aufgabe von Jesus war, bei seinem ersten Kommen die Botschaft der Versöhnung zwischen Gott und Menschen zu predigen, so wird sein zweites Kommen auf diese Welt anders vonstattengehen. Lukas hat diese Zeit des zweiten Kommens anschaulich beschrieben: Die Gestirne werden sich verändern. Entweder erst bei der Wiederkunft oder eventuell auch schon lange davor. Die Natur wird aufbegehren in einer Art, die den Menschen Angst und Panik verursacht. Überhaupt spricht der Bibeltext von einer Zeit der Ratlosigkeit. Und wir sehen: Das zweite Kommen von Jesus hat nicht mehr ganz so viel mit Harmonie und Frieden zu tun.

Ich möchte uns ermutigen, die Zeit der Ruhe gut zu nutzen. Denn offensichtlich ist Jesus bis zum heutigen Tag noch nicht zurück gekehrt. Noch dürfen wir die Botschaft von Versöhnung und Frieden, die er bei seinem ersten Kommen zu Weihnachten mitgebracht hat, annehmen und genießen. Doch es kommt der Tag, an dem es mit der Ruhe vorbei sein wird. Wenn Jesus in „großer Kraft und Herrlichkeit“ wiederkommt, dann ist die Zeit der Gnade vorbei. Dann gilt der Ausspruch Jesus: Wer nicht für mich war ist gegen mich! Lasst uns die Weihnachtzeit nutzen, unsere Beziehung zu Jesus zu vertiefen. Denn dieses Kind wird eines Tag König sein!

Alles Liebe, euer Marlon Heins.