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Gotteserkenntis - Schlüssel für eine friedlichere Welt (Jes. 11,6-10)

Hallo liebe Leser des bibelBLOG. Heute habe ich einen Text in meiner bibelZEIT gelesen, der auf den ersten Blick betrachtet aus einem Fantasiefilm entspringen könnte. Der Prophet Jesaja sieht eine Zukunftsvision, die wir uns heute noch überhaupt nicht vorstellen können.

Aber es ist schon  ziemlich genial, auf was für eine Zukunft wir als Christen uns freuen dürfen:

Da wird der Wolf bei dem Lämmlein wohnen und der Leopard sich bei dem Böcklein niederlegen. Das Kalb, der junge Löwe und das Mastvieh werden beieinander sein und ein kleiner Knabe wird sie treiben. Die Kuh  und die Bärin werden miteinander weiden und ihre Jungen zusammen lagern und der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. Der Säugling wird spielen am Schlupfloch der Natter und der Entwöhnte seine Hand nach der Höhle der Otter ausstrecken. Sie werden  nicht Böses tun noch verderbt handeln auf dem ganzen Berg meines Heiligtums...“ (Jes. 11,6-9a)

Jesaja spricht hier von einer Zeit, die in frommen Kreisen oft das „1000 jährige Reich“ genannt wird. Dieser Ausdruck stammt aus Offenbarung Kapitel 20. wo beschrieben wird, dass Jesus bei seiner letzten Wiederkunft auf diese Erde für 1000 Jahre als sichtbarer Herrscher regieren wird. Und nach allem, was ich aus der Bibel weiss, werden wir diese Zeit ebenfalls miterleben dürfen. Eine Zeit, in der sowohl innerhalb der Natur als auch unter den Völkern Frieden herrschen wird. Schade eigentlich, dass wir darauf noch warten müssen! Wenn ich so durch meine Zeitungen blättere und die Nachrichten aus aller Welt lese, dann denke ich oft mit Sehnsucht daran.

Nun ist es allerdings nicht so, als ob wir nicht auch heute schon ein wenig von dieser Zukunft schmecken könnten. Denn im weiteren Verlauf seiner Prophetie schreibt Jesaja sehr klar, warum es in Zukunft friedlicher und schöner ablaufen wird als heute: „Denn die Erde wird erfüllt sein von der Erkenntnis des Herrn, wie die Wasser den Meeresgrund bedecken“ (Jes. 11,9b). Der zukünftige Frieden auf dieser Erde kommt also nicht einfach aus dem Nichts, sondern er hat eine Ursache – die allgemein verbreitete Erkenntnis des Herrn!

Auf eine einfache Formel gebracht könnte man wohl sagen: Desto mehr sich die Menschen um Gott kümmern, desto friedevoller geht es auf dieser Welt zu. Ich habe keine Mühe den jüngst verstorbenen Nelson Mandela als herausragendes Beispiel dafür zu nehmen. In einem Nachruf sagte eine Journalist: Die wichtigste Eigenschaft von Nelson Mandela war sein Geist der Versöhnung und sein Wille zur Vergebung! Ich weiß nicht genau, in welchem Verhältnis Nelson Mandela zu Jesus gestanden hat. Aber mit seiner Einstellung hat er in jedem Fall Eigenschaften von Jesus wiedergespiegelt und damit die Welt zu einem besseren Ort gemacht.

Im 1000 jährigen Reich wird die Erde voll sein von solchen göttlichen Eigenschaften, wie Nelson Mandela sie ein Stück weit repräsentiert hat. Die Erkenntnis von dem, was Gott sich für das Zusammenleben auf dieser Erde wünscht ist also der Schlüssel für eine bessere Welt! Als  Christen können wir im vor uns liegende Jahr also nicht besseres tun, als unsere Erkenntnis in Bezug auf Gott zu vertiefen! Desto mehr wir uns nämlich darum bemühen, unsere eigenen Vorstellungen zurück zu schrauben und desto mehr wir im Gegenzug damit beginnen, uns nach dem Auszustrecken, was Gott sich für uns wünscht, desto mehr werden wir erleben, dass unsere Umgebung zu einem friedevollen und schönen Ort wird! Lasst uns also für das vor uns liegende Jahr die Prinzipien des 1000 jährigen Reiches schon jetzt leben. Lasst uns in der „Erkenntnis des Herrn“ wachsen und so ein Stück weit „Frieden auf Erden“ in unserer Umgebung repräsentieren.

Alles Liebe, euer Marlon Heins