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Sicherheit und Frieden durch Jesus (Mi. 5,1-5)

Hallo liebe Leser des bibelBLOG. Heute Morgen lass ich einige Verse aus dem Propheten Micha. Dabei geht es natürlich wieder um eine Ankündigung für Weihnachten.

Aber darüber hinaus finden wir in diesen Versen auch noch eine geniale Beschreibung von dem, was Jesus im Leben von Menschen durch sein Kommen bewirken kann.

Schon 700 Jahr vor der eigentlich Geburt Jesu hat Micha einige Details über den Geburtsort verraten: "Und du, Bethlehem, du bist zwar gering unter den Orten von Juda, aber aus der dir soll hervorkommen, der Herrscher von Israel werden soll ..." (Mi. 5,1). Aufgrund solcher prophetischen Ankündigungen wird deutlich, wieso die Juden zurzeit Jesu eigentlich jemand anderes erwartet hatten, als einen armen Wanderprediger. Man erwartete eine Person, die mit Macht und Herrlichkeit das Reich Israel von den Feinden befreien würde. Doch eben weil die Menschen ein genaues Bild von dem hatten, was Jesus sein sollte und tun würde, waren sie taub für seine Botschaft die nicht sofort die Veränderung der äußerlichen Umstände vorsah.

Und dieser Punkt ist mir heute wichtig geworden: Denn nicht nur die Juden zurzeit von Jesus hatten ein festgefahrenes Bild von Jesus. Auch wir heute pressen Jesus gerne in unsere Vorstellungen hinein. Viele Menschen bitten Jesus um Hilfe und sind enttäuscht, wenn er nicht genau so reagiert, wie sie es sich vorgestellt haben. Dabei gilt für heute dasselbe wie für damals. Wenn Jesus in das Leben von Menschen hinein kommt, dann möchte er zuerst einmal die innere Not heilen und das Herz und die Einstellung von Menschen verändern. Denn aus Gottes Sicht sind die äußeren Umstände eigentlich zweitrangig im Vergleich mit der Sünde im inneren eines Menschen. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass sich Gott nicht für unsere Lebensumstände interessiert. Natürlich tut er das und an vielen Stellen in der Bibel sagt er das auch.

Aber trotzdem - wenn es so etwas wie eine Prioritätenliste gibt, dann geht es Jesus zuerst ums Innere und erst dann ums Äußere im Leben von Menschen. Und  wenn man diese Prioritätenliste kennt, dann kann man auch die nächsten Verse im bibelTEXT von heute besser einordnen: "Er (Jesus) wird auftreten und sie weiden in der Kraft des Herrn ... und sie werden sicher wohnen ... dieser wir der Friede sein" (Mi. 5,3-4). Ich verstehe gut, dass die Juden von Jesus enttäuscht waren. Denn natürlich wünschen wir Menschen uns eine andere Reihenfolge, wenn es um Veränderung im Leben geht. Wir wünschen uns, dass Gott zuerst unsere äußeren Umstände ändert, bevor es dann um unser Gefühl von Sicherheit und unseren Seelenfrieden geht. Doch eben:  Als Jesus kam, da ging es ihm vor allem darum, dass Sicherheit und Frieden in das Herz seines geliebten Volkes einkehrt. Erst anschließend wollte er dann auch äußerlich seine Herrschaft in Israel aufbauen.

Ich wünsche mir, dass wir in diesen Weihnachtstagen dieses Prinzip verstehen. Denn Jesus hat die Macht bekommen, Menschenleben zu verändern. Jeder, der anfängt sich für Jesus zu interessieren wird diese verändernde Kraft erfahren. ABER, wir sollten bei diesem Prozess nicht zu stark auf Äußerliches schauen. Wenn Jesus in ein Leben kommt, dann verändert er von Ihnen heraus. Erst, wenn wir innerlich Sicherheit und Frieden erfahren haben, wird sich nach und nach auch unser Umfeld verändern. Wer sich nur an Jesus wendet, damit sich seine äußerlichen Umstände ändern, der könnte ähnlich enttäuscht werden, wie die Juden zurzeit von Jesus. Wer sich aber ohne Erwartungen mit der tiefen Sehnsucht nach Sicherheit, Annahme, Bedeutung und Frieden in die Hand von Jesus Christus gibt, der wird schon sehr bald ein neue Lebensqualität erfahren, die völlig unabhängig von den äußeren Umständen durchs Leben trägt.

Frohe Weihnachten, euer Marlon Heins