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Lieber Gespenster sehen als an Gott glauben

BibelBLOG:
Mk 6,49

Hallo liebe Leser meines BibelBLOG. Mir wurde heute beim Bibeln wieder deutlich, dass wir ein Neigung dazu haben, an alles Mögliche zu glauben … nur nicht unbedingt an Gott. Menschen glauben lieber an Geister und Gespenster, als an einen liebenden Gott, der diese Welt geschaffen hat.

Der Evangelist Markus erzählt davon, wie die Jünger auf dem See Genezareth mit ihrem Boot unterwegs waren. Der Wind stand ihnen entgegen, so dass sie die ganze Zeit gegen die Strömung rudern mussten. Jesus war zum Beten auf dem Festland geblieben. Doch während er dort mit seinem Vater sprach bemerkte er die Not der Jünger. Daraufhin entschloss er sich, zu ihnen zu gehen und ihnen zu helfen.

Die Art und Weise, wie Jesus dann zu seinen Jüngern ging, sollte Weltruhm erlangen: Jesus lief nämlich auf dem Wasser zum Boot. Doch wie reagierten die Jünger? Eigentlich hätten sie sich ja freuen sollen. Aber stattdessen brachen sie in Panik aus. Für sie war es war es wohl einfach zu diesem Zeitpunkt  noch nicht vorstellbar, dass Jesus als Sohn Gottes auf dem Wasser gehen konnte.  Stattdessen dachten sie, dass da ein Gespenst auf sie zukommen würde. Das Wort, das Markus in der griechischen Ursprache gebraucht, kann auch mit Trugbild, Wahnbild, Poltergeist oder übernatürliche Erscheinung übersetzt werden. Das worauf ich hinaus möchte ist folgendes: Obwohl die Jünger schon seit einiger Zeit mit Gott unterwegs waren, war es für sie immer noch wahrscheinlicher, dass ihnen einen Geist erschienen war als Gott.  

Ich glaube, dass wir alle diese Tendenz in uns haben, eher an Gespenster als an Gott zu glauben. Und in einer Zeit, in der wir überall mit esoterischem Gedankengut überfrachtet werden, wird diese Tendenz wohl auch noch weiter zu nehmen. Wovor fürchten wir uns, wenn wir nachts alleine Unterwegs sind und der Wind ein wenig lauter weht? Woran denken wir, wenn wir im Dunkeln aufwachen und komische Geräusche hören? Was macht die Panik in der Vorstellung aus, alleine durch einen finsteren Wald gehen  zu müssen?

Die Bibel bezeichnet den Teufel, also den Obersten aller dunklen Mächte, als denjenigen, der Momentan in dieser Welt dominiert (Eph 2,1-3). Kein Wunder also, dass der Teufel alles daran setzt, die Menschen nicht auf Gott, sondern auf alle anderen möglichen und unmöglichen Geistwesen zu konditionieren. Für die Kinderzimmer gibt es die Pokémon, fürs Fernsehen die Superhelden und fürs Religiöse alle möglichen Lichtwesen. Auch der Teufel leugnet nicht das Übernatürliche. Aber er leugnet Gott, den einzigen Geist der wirklichen Einfluss und Macht im Leben eines Menschen hat.

Christen sollten neu Anfangen, ihrem Gott wieder alles zuzutrauen und ganz bewusst gegen die Tendenz anzukämpfen, lieber an Gespenster als an Gott zu glauben. Kein Geist oder Lichtwesen ist mit dem Schöpfer des Himmels und der Erde vergleichbar. Kann Gespenst hat Macht über einer Menschen, der mit dem Geist Gottes versiegelt ist. Die Angst im dunklen Wald ist völlig unbegründet, weil Gottes gute Engel über seine Kinder wachen und nichts geschieht, was Gott nicht erlauben würde.