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bibelBLOG

Hallo liebe Leser meines bibelBlog. Am Anfang eines neuen Jahres befinde ich mich in meinem Bibelstudium auch wieder am Anfang der Bibel.

Heute habe ich mir das 5. Kapitel vom 1. Buch  Mose ein wenig genauer angeschaut.

Beim ersten Lesen des Kapitels fällt vor allem eine Sache sehr deutlich auf:

Der Tod ist eine Teil des Lebens geworden.

Immer wieder  ertönt in diesen Versen der gleiche Rhythmus … Adam, Seth, Enosch, Kenan, Mahalaleel, Jared, Methusalah und Lamech zeugten Söhne und Töchter … und starben. Was mit der Sünde in die Welt gekommen war wurde nun für alle Offenbar. Jeder Mensch muss am Ende seines Lebens doch sterben. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Aber beim zweiten Lesen des Kapitels fällt eine weitere Sache auf. Dieser Rhythmus des Todes wird nämlich von zwei Männern deutlich unterbrochen. Der erste dieser Männer heißt Henoch (1Mo 5,21) und der zweite heißt Noah (1Mo 5,29). Von beiden sagt die Bibel einen Satz, der niemals wieder in Bezug auf einen „normalen“  Menschen wiederholt wurde: Sie wandelten mit Gott (1Mo 5,22; 25 / 1Mo 6,9). Und diese einmalige Gottesbeziehung, die nicht mal Männern wie Abraham oder Mose bescheinigt wird, trug dann auch ihre wunderbaren Früchte:

Denn von Henoch wird gesagt, dass er von Gott aus dem Rhythmus des Todes hinausgenommen wurde. Er war irgendwann einfach nicht mehr, weil Gott ihn „hinweggenommen“ hatte (1Mo 5,24). Henoch musste nicht leiblich sterben. Und auch nur Noah wurde mit seiner Familie vor dem weltweiten Sterben in der Sintflut bewahrt (1Mo 8,16).  Warum? Eben weil beide Männer als einzige ihrer Zeit mit Gott wandelten, also in einer unglaublich intensive Beziehung mit dem Schöpfer standen.

Bei Noah finden wir zusätzlich noch einen anderen Lichtblick in dem sonst so dunklen Kapitel. Denn Noah wurde nicht nur vor dem weltweiten Sterben bewahrt. Aufgrund seines Wandels wurde er darüber hinaus noch für Wert geachtet, dass Gott einen Bund mit Schloss. Dieser Bund Gottes mit Noah gilt bis heute (1Mo 9,1-17). Dieser noahische Bund gibt jedem von uns unter anderem die sichere Zusage, dass Gott niemals wieder diese Erde mit einer Sintflut vernichten wird.

In diesem Sinne muss wohl auch die Verheißung verstanden werden, die Noah`s Vater Lamech schon bei dessen Geburt ausgesprochen hatte: Noah wird die Menschen trösten über ihre Arbeit und die Mühe … die von dem Erdboden herrührt, den der Herr verflucht hat“ (1Mo 5,29).

Noah sollte zu einem ersten Tröster für diese verfluchte Erde werden, in dem er derjenige war, dem Gott mitteilte: Trotz Sündenfall, Gericht und Tod wird ein lebenswertes und gesegnetes Leben für denjenigen Menschen möglich sein, der den Verheißungen Gottes glaubt und in einer Beziehung mit Gott lebt.

Liebe Leser, jeder von uns lebt seit dem  Sündenfall in diesem Rhythmus des Todes. Aber schon ganz am Anfang der Bibel macht Gott durch Henoch und Noah klar, dass es die Möglichkeit gibt, nicht mit der Masse der Menschen unter zu gehen. Trotz aller Sünde und Leid in diesem Leben besteht die Hoffnung, dass Gott diejenigen, die sich nach einer Beziehung mit ihm sehen, nicht vergisst.

Und besser noch: Denjenigen Gläubigen, die darauf aus sind, eine immer tiefere und intensivere Beziehung zu ihrem Schöpfer zu erlangen … denjenigen unter uns, die „mit Gott wandeln“ möchten … denjenigen wird am Beispiel von Henoch und Noah deutlich gezeigt, dass sich Gott solchen Gläubigen in ganz besonderer Art und Weise zuwendet.

Lasst uns noch heute Anfangen, solche eine Beziehung zu unserem Gott aufzubauen. Lasst uns Henoch und Noah nacheifern und auch zu Menschen werden, die bekannt dafür werden „mit Gott zu wandeln“.

Euer Marlon