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bibelBLOG

Hallo liebe Leser meines bibelBLOG.

Gerade habe ich im 4. Kapitel vom 1.Buch Mose studiert und wieder einige interessante Feststellung gemacht. 

Vor allem fällt auf, wie rapide die Sünde, die ja erst seit ganz kurzer Zeit durch Eva in die Welt gekommen war, vom Menschen besitzt ergreift.

Ich sehe in dieser Geschwindigkeit eine große Warnung für jeden Christen: Die Sünde hat eine unglaubliche Kraft und einmal entfesselt drängt sie sich unablässig in alle Bereiche des menschlichen Lebens hinein.

So berichtet der Text gleich zu Beginn vom Mord an Abel. Kain tötet seinen Bruder aus Wut darüber, dass Gott sein Opfergebet nicht annimmt. Später wird dann von Lamech, einem Nachfahren von Kain berichtet, der sich in einer ebenso krassen Weise von der Sünde leiten lässt. Hatte man bei Kain noch das Gefühl, dass er reumütig das Urteil Gottes annimmt, so erleben wir Lamech als jemanden, der sich ganz bewusst gegen die Gebote Gottes stellt.

Zuerst heiratet er zwei Frauen, obwohl die Schöpfungsordnung die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau vorsah (1Mo 4,19). Und dann bezieht er sich auf den Schutzspruch Gottes über Kain (1Mo 4,15) und nimmt für sich und seine Unantastbarkeit eine 11mal größere „Wichtigkeit“ in Anspruch – allerdings ohne dafür von Gott eine Zusage bekommen zu haben. Lamech macht klar: Gottes Rache für Kain wäre eine 7fache. Meine Rache für mich wäre eine 77fache (1Mo 4,24).

Das vierte Kapitel im 1. Buch Mose macht klar: Die Sünde lässt nicht mit sich spaßen. Einmal entfesselt greift sie schnell um sich. Aus diesem Grund finde ich auch den Hinweis in 1Mo 4,7 sehr interessant und wichtig, wo Gott feststellt:

„Ist es nicht so: Wenn du Gutes tust, so darfst du dein Haupt erheben? Wenn du aber nicht Gutes tust, so lauert die Sünde vor der Tür und ihr Verlangen ist auf dich gerichtet; du aber sollst über sie herrschen“!

Im letzten Kapitel haben wir über die Gerichte Gottes gesprochen, die über die Menschen aufgrund seines Ungehorsams ausgesprochen worden sind. Doch erst hier im vierten Kapitel wird das wirkliche Ausmaß dieses paradiesischen Ungehorsams erkennbar. Denn durch den Ungehorsam der Menschen kamen nicht nur eine schmerzhafte Geburt und ein mühevolles Arbeitsleben in die Welt … durch diesen Ungehorsam kam die Sünde in die Welt, die von diesem Zeitpunkt an permanent vor der „Tür jedes Menschen“ lauert und darauf aus ist, in das Lebenshaus einzudringen. Der größte Kampf eines Menschen besteht von nun an darin, diesem Verlangen der Sünde „einzudringen“ zu wiederstehen. Der größte Kampf besteht für jeden Menschen darin, nicht die Sünde über sich herrschen zu lassen, sondern selber über die Sünde zu herrsche!