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bibelBLOG

Hallo liebe Leser meines bibelBLOG.

Heute Morgen lass ich den Kolosserbrief vom Apostel Paulus.

Und während ich darüber nachdachte, was Paulus alles in seinem Leben für Jesus gearbeitet hat, da wurde mir plötzlich ganz neu klar, woher dieser Mann eigentlich die Kraft hatte für seinen Einsatz.

Mein Blick fiel nämlich auf die Worte in Kol 1,29, wo Paulus schreibt: „Dafür arbeite und ringe ich gemäß seiner [Jesu] wirksamer Kraft, die in mir wirkt mit Macht.“ Alles was Paulus für Jesus tat, das tat er nicht aus eigener Energie, sondern in der Kraft, die Jesus in ihm wirkte. Und noch während ich das lass, fing ich an zu beten: Herr Jesus, bitte wirke auch du mit deiner Kraft in mir!

Ich weiß ganz genau, dass ich dazu neige, Dinge aus eigener Kraft anzugehen. Doch Paulus hätte niemals so viel in seinem Leben schaffen können, wenn er es aus eigener Kraft versucht hätte. Ich möchte dringen davon lernen und aufhören, Dinge für Jesus aus eigener Kraft zu tun. Lieber will ich mehr beten und darum bitten, dass Gott Türen öffnete, als selber mit aller Kraft daran zu arbeiten, dass ich Türen aufmachen kann.

Ein Kapitel weiter fand ich noch einige Verse, die in diesem Zusammenhang interessant für mich waren: „Wie ihr nun Christus Jesus angenommen habt, so wandelt auch ihn ihm, gewurzelt und auferbaut ihn ihm … Habt acht, dass euch niemand beraube durch … leeren Betrug … gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht Christus gemäß. Denn in Ihm wohnt die ganze Fülle Gottes leibhaftig und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm …“ (Kol 2,6-10).

Diese Worte sind Schlüsselworte für jeden Jünger von Jesus. Denn nachdem wir Jesus angenommen haben gilt es, nun auch „in ihm“ zu wandeln. Diese Formulierung bedeutet: Als Jünger müssen wir aufhören, die Dinge aus eigener Kraft zu tun. Stattdessen müssen wir lernen, in der Kraft Jesus zu arbeiten.  Alles andere wäre menschliches Denken und somit leerer Betrug – Selbstbetrug! Als Jünger müssen wir lernen, die „Fülle Gottes“, die durch Jesus in uns Eingezogen ist zu begreifen und einzubringen.

Und genau hier liegt das Problem: Denn die „Fülle Gottes“ zu nutzen bedeutet, Dinge mit Gottes Augen und nach Gottes Zeitplan zu beurteilen. Ein wenige philosophisch formuliert könnt man sagen: Wer in der „Fülle und der Kraft Gottes“ arbeiten möchte, der  muss sich von Gott „treiben“ lassen ohne viel darüber „nachzudenken“.

Doch anstatt uns von Gott „treiben“ zu lassen, beurteilen wir die Dinge viel lieber mit unserem Verstand, unserer Erfahrung und unserer Logik. Auf diese Weise „berauben“ wir uns aber um die Kraft Gottes, so wie Paulus es klar in Kol 2,8 geschrieben hat.

Ich möchte neu Anfangen, mehr zu beten und auf Gottes Wirken warten. Ich möchte aufhören, Aktionen zu starten, die nach menschlichen Überlegungen vielleicht Sinn machen, die aber nicht in der „Fülle und Kraft Gottes“ geschehen.

Jesus, hilf mir dabei „gemäß deiner wirksamen Kraft zu arbeiten, die in mir wirkt mit Macht“ (Kol 1,29).