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Zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte entschied Gott, seinen Sohn auf diese Welt zu schicken.  Ziel dieser Sendung war die schlussendliche Befreiung aller Menschen von der Sünde – genau das meint Paulus nämlich, wenn er davon spricht, dass Jesus diejenigen loskaufen sollte „welche unter dem Gesetz waren“.

Als meine Kinder zur Welt kamen, da war das ein freudiges Ereignis für Csilla und mich. Doch als Jesus durch Maria zur Welt gebracht wurde, da war sein Schicksal schon bestimmt. Jesus war vermutlich genau so süß und liebenswert wie andere Neugeborene. Aber er kam als Opfer und nicht zur Freude seiner Eltern auf diese Welt. Darum wird wohl auch der Maria verheißen, dass ihr als Mutter ein „Schwert durch die Seele dringen“ wird. (Lk. 2,34-35). Jesus war schon als Kind zum Tod bestimmt. Paulus schreibt: „ Ihn hat Gott zum Sühneopfer bestimmt, das wirksam wird durch den Glauben an sein Blut…“ (Rö 3,25). Ich bin Gott unendlich dankbar dafür, dass er seinen Sohn hat verbluten lassen für mich!

Wenn ich dieses Jahr meine Kinder dabei beobachte, wie sie voller Begeisterung auf ihre Geschenke hin fiebern, dann möchte ich  mich ganz bewusst auf den Gedanken einlassen: Das Fest meiner Freude war für Gott ein Fest des Grauens. Denn meine Erlösung kostete das Blut seines geliebten Sohnes.

Und wenn ich dann am Heiligen Abend meine Kinder liebevoll in den Arm nehme, dann möchte ich mich ganz bewusst daran erinnern: Aus Liebe zu mir war Gott bereit, seinen Sohn aus seinem schützenden Armen loszulassen und in die Hände von Menschen zu geben, die ihm weh tun würden.

Und wenn ich dann am Ende des Festes meine Kinder sicher in ihre Bettchen legen und zudecken werde, dann möchte ich beten: Danke Gott, dass du bereit warst so viel Schmerzen zu ertragen, damit ich gerettet werden konnte!

Euer Marlon