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Hallo Liebe Leser meines Bibelblogs. Endlich geht es wieder weiter! Ich hatte richtig vermisst, meine Gedanken aufzuschreiben. Mittlerweile bin ich beim Bibelstudium im Korintherbrief angelangt. Heute lass ich die Texte in 1Kor 11-14. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Paulus in diesen vier Kapiteln den typischen, frühchristlichen Gottesdienst beschreibt. Dabei vielen mir sieben Punkte auf, die Paulus in Bezug auf den „richtigen“ Gottesdienst beschreibt:

Unterschiedlichkeit im Geschlecht ernst nehmen (1Kor 11,1-16 / 14,34-36)

Auch wenn dieser Punkt heutzutage kaum mehr diskutiert wird, betont Paulus sehr deutlich. Es gibt unterschiedliche Verhaltensweisen für Frauen und Männer in der Gemeinde. Paulus beschreibt in 1Kor 11,3 eine Art geistliche Hierarchie (Gott – Jesus – Mann – Frau) aus der resultiert, dass speziell beim Gebet und beim Weissagen für eine Frau die Pflicht besteht, ihr Haupt zu bedecken. In 1Kor 14,34 ergänzt er, dass es einer Frau darüber hinaus nicht erlaubt ist, innerhalb der Gemeinde bei Lehrfragen mitzudiskutieren. Damit überein stimmt seine spätere Aufforderung in1Tim 2,11-12, dass eine Frau in der Stille lernen und nicht in der Öffentlichkeit lehren soll. In der Gemeindepraxis gibt es vom Neuen Testament her klar unterschiedliche Anweisungen in Bezug auf Frauen und  Männern.

Gemeinschaft  im Glauben ernst nehmen (1Kor 11,17-34)

Gleichzeitig betont Paulus aber auch die Tatsache, dass durch das Erlösungswerk von Jesus Christus alle in der Gemeinde zu einer Gemeinschaft zusammengefügt worden sind. Speziell im gemeinsamen Abendmahl, bei dem an das Erlösungswerk Jesu gedacht werden soll, muss diese Gemeinschaft zum Ausdruck kommen. Alles, was diese Gemeinschaft kaputt macht, muss vermieden werden.

Unterschiedlichkeit im Geistes ernst nehmen (1Kor 12,1-11)

Jesus hat seiner Gemeinde unterschiedliche Gaben gegeben. Diese Unterschiedlichkeit muss beachtet und genutzt werden. Da nicht jeder in der Gemeinde für alles berufen und begabt ist, kann eine Gemeinde nur als Team funktionieren, dass unter der Kontrolle des Heiligen Geistes arbeitet.

Gemeinschaft im Geist ernst nehmen (1Kor 12,12-31)

Als Ergänzung zu dieser Unterschiedlichkeit im Geist betont Paulus dann aber auch wieder die Gemeinschaft, die ebenso im Geist besteht. Trotz aller Unterschiedlichkeit darf eine Gemeinde niemals vergessen, dass sie geistlich betrachtet als ein Leib zusammen funktionieren soll.

Gebot der Liebe ernst nehmen (1Kor 13)

In Kol 3,14 schreibt Paulus, dass man über alles in der Gemeinde die „Liebe als das Band der Vollkommenheit“ legen soll. Genau dasselbe sagt er ausführlicher auch in 1Kor 13. Nachdem er sowohl auf die Unterschiedlichkeit als auch auf die Gemeinschaft im Heiligen Geist hingewiesen hat, betont er nun, dass Liebe wie ein verbindendes Element das Zusammenleben in einer Gemeinde bestimmen muss.

Unordnung in der Gemeinde vermeiden (1Kor 14,1-32)

Wenn der Blick zu stark auf die Unterschiedlichkeit gelegt wird und dann auch noch Lieblosigkeit hinzu kommt, kann es in einer Gemeinde zu Unordnung kommen. Solche eine Unordnung gilt es, strickt und absolut zu bekämpfen.

Ordnung in der Gemeinde suchen (1Kor 14,33-40)

Denn Gott ist ein Gott der Ordnung. Obwohl jeder etwas zum Gelingen des Gottesdienstes beitragen sollte (1Kor 14,26), so gilt doch als oberste Prämisse für das Zusammenleben: „Lasst alles anständig und ordentlich zugehen“ (1Kor 14,40).