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Gelesen habe ich die Passage wo Jesus seine Jünger aussendet, um Israel zu Verkündigen, dass das Reich  der Himmel ganz nah herbei gekommen ist (Mt 10,1-16). Dieses Ereignis ist so wichtig, dass auch  Markus und Lukas davon berichten. Und alle drei Evangelisten betonen: Jesus gab den Jüngern seine Vollmacht (Mt 10,1; Mk 6,7; Lk 9,1). Lukas beschreibt diesen Vorgang sehr schön: „Er rief seine zwölf Jünger zusammen und gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen und zur Heilung von Krankheiten und er sandte sie aus, das Reich Gottes zu verkündigen und die Kranken zu heilten.“

Ohne diese Vollmacht und Kraft von Jesus, hätten die Jünger bei ihrer Reise durch das Land nichts erlebt. Sie hätten keine Menschen heilen und keine bösen Geister vertreiben können. Doch durch die Vollmacht, die Jesus ihnen gegeben hatte, konnten die Jünger großes Tun und hatten Einiges zu erzählen (Lk 9,10).

Wenn wir heute erleben wollen, dass wir kraftvoll das  Reich Gottes in unserer Umgebung bauen können, dann brauchen wir genau dasselbe, was auch die Jünger damals gebraucht haben – wir brauchen die Vollmacht Jesu für unsere Projekte. Es gibt Christen die sagen, dass wir automatisch als Gläubige und als Gemeinden damit ausgestattet sind. Ich glaube das nicht! Das Neue Testament macht sehr deutlich, dass man die Kraft Gottes in sich dämpfen oder stärken kann (Gal 5,16-17). Wieso sollten also alle Christen automatisch mit Vollmacht ihren Dienst tun können? Die Jünger hatten ja damals auch eine Beziehung zu Jesus. Und dennoch bedurften sie seiner Vollmacht, um effektiv das Reich Gottes bauen zu können.

Ich möchte Jesus neu und anhaltend darum bitten – um seine Vollmacht für meinen Dienst! Denn ohne Jesus kann ich nichts tun (Joh 15,5). Und genau das merke ich deutlich, wenn ich mal wieder dabei bin, mich in meinem Dienst selber zu verwirklichen, anstatt die Werke zu suchen, die Gott vorbereit hat (Eph 2,10). Jesus gibt mir deine Vollmacht in meinem Dienst!